Verbände treten für ein 'tolerantes Brandenburg' ein

Staatssekretär Jungkamp

22.11.2007

Der Landesfeuerwehrverband und das Technische Hilfswerk vereinbaren mit der Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“ der Landesregierung eine intensivere Zusammenarbeit gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit

Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp, zugleich Koordinator des Handlungskonzeptes „Tolerantes Brandenburg“ der Landesregierung, vereinbarte heute in Potsdam eine intensivere Zusammenarbeit der Landesregierung mit dem Landesfeuerwehrverband und dem Technischen Hilfswerk beim Kampf gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit und unterzeichnete dazu eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit dem Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes, Manfred Gerdes, und dem Landesbeauftragten der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) für Brandenburg, Manfred Metzger.

Dazu erklärte Staatssekretär Jungkamp: „Ich freue mich außerordentlich, dass zwei so bedeutende Verbände wie die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk gemeinsam in aller Deutlichkeit für die demokratische Wertegemeinschaft eintreten und das auch öffentlich bekunden. Die Menschen in unserem Lande müssen wissen, wo sie sich sinnvoll für ihr Gemeinwesen einsetzen können“, so Jungkamp. Feuerwehr wie THW böten durch ihre engagierte Jugendarbeit auch in den entlegeneren Gebieten Brandenburgs vor allem jungen Menschen Perspektiven und Einsatzmöglichkeiten. „Im Handlungskonzept ’Tolerantes Brandenburg’ der Landesregierung hat deswegen die Unterstützung der Verbandsarbeit auch einen hohen Stellenwert.“

Staatssekretär Jungkamp

Der THW-Landesbeauftragte Metzger betonte: „Das Technische Hilfswerk steht für Werte wie technische Hilfe, soziales Engagement, Gemeinschaft und Solidarität – wir fördern junge Menschen, Verantwortung zu übernehmen und ihren Platz zu finden in einer Gesellschaft, in der Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz haben.“

Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Gerdes ergänzte: „Der Landesfeu-erwehrverband setzt ein Zeichen für Demokratie und Toleranz. Die Bekämpfung von extremistischen, fremdenfeindlichen, rassistischen und antisemitischen Ein-stellungen und Auffassungen ist eine Aufgabe aller gesellschaftlichen Kräfte im Land. Der Landesfeuerwehrverband bezieht eindeutig und entschlossen Stellung gegen rassistisches und gewalttätiges Verhalten von Extremisten jeglicher Art. Die Angehörigen der Feuerwehren leben Zivilcourage, Engagement und Demokratie vor – Extremisten haben in unseren Reihen nichts zu suchen. Wir stehen für ein solidarisches, tolerantes und demokratisches Miteinander. Und wir treten dafür ein, dass diese Wertvorstellungen in unseren Feuerwehren gelebt und vermittelt werden.“

Das Handlungskonzept der Landesregierung gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit mit dem Titel „Tolerantes Brandenburg“ wurde 1998 beschlossen. Es zielt darauf ab, Toleranz und Demokratiefähigkeit durch die schwerpunktorientierte Arbeit in Verwaltungen, Institutionen, Bildungseinrichtungen, in der Wirtschaft sowie in Vereinen, Verbänden und Körperschaften zu erreichen. Die Landesregierung kooperiert hierzu mit zahlreichen gesellschaftlichen Partnern. Das Handlungskonzept wurde 2005 unter dem Titel „Tolerantes Brandenburg – für eine starke und lebendige Demokratie“ aktualisiert und fortgeschrieben. Es steht für ein Leitbild der Landesregierung, um die Zivilgesellschaft im Land Brandenburg zu stärken und weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.lfv-bb.de oder www.lv-bebbst.thw.de


Anschrift:

Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“
in der
Staatskanzlei des Landes Brandenburg
Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam

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